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Vortrag über MP3Mit Sicherheit haben Sie schon ein Mal irgendwo in den
Medien etwas von MP3 gehört. Im Moment sind nämlich einige
Gerichtsverfahren offen gegen verschiedene Internetportale, welche das tauschen
von MP3 ermöglichen.
Was ist MP3Doch nun, was ist MP3? MP3 ist die Abkürzung
für MPEG (Moving Pictures Expert Group) 1 Layer
3 und ist ein Dateiformat für komprimierte Musik. Um so eine Datei zu
erstellen ist eine „normale“, unkomprimierte Musikdatei – in
der Regel ein WAV-File – und ein Encoder nötig. Diese Kodierer sind
überall im Internet als Raubkopien oder als Freeware (unregistriertes, frei
kopierbares Programm) herunterladbar. Das WAV-File erhält man mittels
Aufnahme von Musik über die Soundkarte am PC oder Extraktion von einer
Musik-CD.
Die MPEG-Layer
Die TechnikDie Notwendigkeit von effizienten Kodierverfahren ist in
der heutigen Zeit grösser den je. Alle anfallenden Multimediadaten in Form
von Videos, Bildern oder Musikstücken verschlingen in „rohem“
Zustand Unmengen von Daten. Um diese verwaltbar zu machen, muss ihre Grösse
bestmöglich reduziert werden, ohne nennenswerte Qualitätsverluste
einzufahren. Wer nun glaubt, dass alle Trends und Verbesserungen von den USA
ausgehen, wird im Falle von Layer-3 eines Besseren belehrt: Die
maßgeblichen Entwickler dieses Algorithmus sitzen im Fraunhofer Institut
für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen. Seit über zehn Jahren
wird dort an einer Vielzahl von Projekten gearbeitet, die soft- und/oder
hardwaremässige Implementierungen der entwickelten Algorithmen
hervorgebracht haben. Layer-3 ist daher eigentlich „nur“ eine von
vielen Implementierungen, die in letzter Zeit ins Gespräch kamen.
Grundsätzlich kann man sagen: Ein Encoder wirft das
raus, was das menschliche Ohr nicht hören kann. So nimmt das Ohr Töne
im Frequenzbereich der menschlichen Stimme wesentlich differenzierter wahr als
solche in anderen Bereichen. Weiterhin ist bereits länger bekannt, dass
laute Töne andere leisere Töne überlagern. Die MP3-Datei braucht
so nur durchschnittlich ein Zwölftel des Platzes einer nicht kodierten
Datei der gleichen Spieldauer.
MP3 im InternetSeit etwa ein bis zwei Jahren herrscht ein richtiger
Boom mit den MP3.
Die Internet-Gemeinde benutzt darum je länger desto
mehr dezentrale (nicht an einen Server gebunden) Tools wie Napster oder
gnutella. Beide beruhen auf dem Prinzip, dass sich der User mit einem kleinen,
lokal installierten Programm Zugang in einen „Ring“ von anderen
Usern einklinkt. Die Verfolgung ist dann fast unmöglich, da Adressen
(IP-Adresse) und Anzahl der Mitglieder ständig ändern.
Geschäfte haben Probleme mit Arbeitern, welche die
Netzwerkbandbreite des Firmennetzes mit Musikdownloads
verschwenden.
SoftwareWinamp ist wohl das Populärste Abspielprogramm
für Windows. Der Klassiker schlechthin mit immer neuen Funktionen in den
letzten Versionen wie Streaming (das direkte Abspielen vom Internet ohne zuvor
die ganze Datei herunterzuladen) und zahlreichen visuellen Plugins, mit welchen
man durch die Musik gesteuerte Bilder am Bildschirm generieren kann. Inzwischen
sind auf dem Internet unzählige Programme erhältlich um MP3-Files zu
wiedergeben. Grundsätzlich funktionieren alle gleich, etwa einem CD-Player
entsprechend mit Titelwahl, Spulen usw..
GeräteUm die gesammelten Musikstücke geniessen zu
können, ohne immer gleich den PC einschalten zu müssen, finden sich
immer mehr Freaks zusammen, welche autonome Abspielgeräte entwickeln. Am
populärsten sind die portablen Player. Sie sind sehr beliebt, da sie
bedeutend kleiner sind als z.B. ein Walkman und einer dauernden mechanischen
Belastung immer standhalten. Dies können sie dank Verzicht auf mechanische
Teile. Was jetzt auch sehr im Kommen ist, sind Standgeräte für die
häusliche Stereoanlage oder Einbaugeräte für Autos. Diese Gattung
hat grundsätzlich eine oder mehrere Festplatten oder ein CD-ROM als
Datenspeicher, was die sehr teuren nicht flüchtigen Speicher
überflüssig machen. Noch sind die Geräte
verhältnismässig teuer und schwer anschaffbar, da das Ganze noch in
den Kinderschuhen steckt, aber die Entwicklung läuft überall auf
Hochtouren. Um den Anschluss nicht zu verpassen, haben nun auch die
Grossmächte der Unterhaltungselektronik wie SONY, Samsung oder Kenwood
begonnen diese Art von Player herzustellen.
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